Ohne Schmerzen
Der Schallkopf wird nur auf die Haut aufgesetzt.

Fachbereich · Gefäßmedizin
In der Gefäßmedizin ist jede Ader eine Geschichte, die wir verstehen und heilen. Wir kümmern uns darum, dass Ihr inneres Netzwerk immer reibungslos funktioniert.
Termine vergeben wir telefonisch.
Die Methode
Ob Hauptschlagader, Halsgefäße oder Venen: Untersucht wird mit der Duplexsonographie — Ultraschall, der Gefäßwände zeigt und den Blutstrom hörbar und sichtbar macht.
Der Schallkopf wird nur auf die Haut aufgesetzt.
Ultraschall belastet den Körper nicht.
Die Untersuchung dauert nicht lange — Sie liegen dabei bequem.
Grundlage für Früherkennung, Diagnose und Kontrolle.
Station 01 · Vom Herzen hinaus
Hiermit lässt sich eine Ausbuchtung der Bauchschlagader erkennen. Diese Ausbuchtung nennt man Aneurysma. Sie macht keine Beschwerden — die Schlagader kann aber an dieser Stelle reißen, und ein solcher Riss ist lebensbedrohlich.
Ausbuchtungen der Aorta sind selten. Sie treten am ehesten bei Menschen über 65 Jahren auf und bei Männern deutlich häufiger als bei Frauen. Deshalb zahlt die Krankenkasse Männern ab 65 Jahren eine einmalige Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung.
2 von 100
Männern zwischen 65 und 75 Jahren haben eine Ausbuchtung der Bauchschlagader.
65 Jahre
Ab diesem Alter zahlt die Krankenkasse Männern die einmalige Früherkennungs-Untersuchung.
3 von 1 000
untersuchten Männern bewahrt die Früherkennung vor einem Riss der Bauchschlagader — und vor dem Tod.
Die Hauptschlagader heißt Aorta. Durch sie fließt das Blut vom Herzen in den Körper. Mit zunehmendem Alter kann das Gewebe der Bauchaorta weniger stabil werden. Dadurch kann eine Ausbuchtung entstehen — Fachleute sprechen von einem Aneurysma. Betroffene merken davon nichts. Die Gefäßwand ist an dieser Stelle aber schwächer, und es besteht das Risiko, dass sie reißt. Dann kann man innerlich verbluten.
Mehrere Umstände können eine Rolle spielen, wenn eine Ausbuchtung entsteht. Dazu zählen zum Beispiel:
Eine Ausbuchtung der Bauchschlagader reißt selten — ein Riss ist aber lebensbedrohlich. Ob es dazu kommt, hängt unter anderem davon ab, wie groß die Ausbuchtung ist. Grobe Schätzungen besagen:
Ausbuchtung unter 5,5 cm
weniger als 1 von 100
Betroffenen erleidet einen Riss innerhalb eines Jahres.
Ausbuchtung 6 bis 8 cm
mehr als 10 von 100
Betroffenen erleiden einen Riss innerhalb eines Jahres.
Ausbuchtung über 8 cm
bis zu 25 von 100
Betroffenen erleiden einen Riss innerhalb von 6 Monaten.
Außerdem spielt eine Rolle, wie schnell die Ausbuchtung wächst, ob Betroffene rauchen oder ob die Ausbuchtung zu Schmerzen führt. Zudem erhöht sich das Risiko, wenn Familienmitglieder 1. Grades (Eltern, Geschwister) bereits von einem Riss betroffen waren.
Die Untersuchung soll eine Ausbuchtung erkennen, bevor sie gefährlich wird — eine anschließende Operation kann verhindern, dass die Schlagader reißt. Für 1 000 Männer, die innerhalb von 13 Jahren zur Früherkennung gehen, gibt es folgende Schätzung — bei etwa 20 von ihnen findet sich eine Ausbuchtung:
Früherkennung und Operation haben also 3 von 1 000 untersuchten Männern vor einem Riss der Bauchschlagader und vor dem Tod bewahrt.
Nicht jede Ausbuchtung ist ein Alarmsignal. Entscheidend ist der Durchmesser — er bestimmt, wie engmaschig kontrolliert wird:
unter 3 cm
Sie können die Sache abhaken.
3 bis 4 cm
Kontrolle nach 12 Monaten.
über 4 cm
Kontrolle nach 6 Monaten.
ab 4,5 cm
OP-Indikation je nach individueller Situation — bei Frauen ab 4,5 cm, bei Männern ab 5 bis 5,5 cm.
Station 02 · Die Versorgung des Kopfes
Die arteriellen Halsgefäße sind mit dem Ultraschall sehr gut zu untersuchen. Erweiterungen oder Verengungen — die Arteriosklerose — lassen sich feststellen und ausmessen, bevor sie zum Problem werden.
Beurteilt werden die Gefäßwand — der sogenannte Intima-Media-Komplex — sowie der Fluss in den verschiedenen Gefäßen: der Arteria carotis communis, externa, interna und der Arteria vertebralis. Mit dem Dopplerverfahren werden Erweiterungen oder Verengungen festgestellt und ausgemessen.
Der Schallkopf wird auf die Haut über den Halsschlagadern aufgesetzt und erzeugt Schnittbilder der Gefäße. Mittels Doppler-Technik wird der Blutstrom hörbar und sichtbar gemacht. Die Untersuchung ist in wenigen Minuten durchführbar — Sie liegen dabei bequem auf dem Rücken.
Die Dicke der Gefäßwand wird ausgemessen, Ablagerungen werden erkannt. Damit lassen sich Aussagen über das individuelle Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen machen. Gefäßverengungen — sogenannte Stenosen — werden festgestellt und ausgemessen, um gegebenenfalls eine Therapie einleiten zu können.

Besonders gefährdet für Gefäßablagerungen sind Patienten mit:
Bei arteriellen Gefäß-Risikofaktoren sollten die Halsgefäße in bestimmten Abständen untersucht werden. Nach einem Schlaganfall gehört die Untersuchung zum Standard, um Engstellen auszuschließen. Nach einer Operation oder Stent-Einsetzung sollte das Ergebnis immer wieder kontrolliert werden — und bei einem pathologischen Befund sind regelmäßige Nachkontrollen erforderlich.
Station 03 · Der Rückweg
Bei einseitiger schmerzhafter Schwellung im Bereich der Arme oder Beine kann eine Venenthrombose vorliegen — der Verschluss eines ableitenden Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel. Die Duplex- und Kompressionssonographie ist das Standardverfahren, um eine Thrombose festzustellen oder auszuschließen.
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten: Die Symptome unterscheiden sich deutlich, je nachdem, ob die Thrombose im oberflächlichen oder tiefen Venensystem auftritt — und manchmal merkt man trotz einer später diagnostizierten Thrombose gar nichts. Häufige Beschwerden sind:
Typisch: Die Beschwerden treten einseitig auf — im linken oder rechten Bein, seltener in den Armen — und entwickeln sich innerhalb kurzer Zeit.
Schritt 1
Bei einem Verdacht wird zunächst die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose mittels eines Scores berechnet.
Schritt 2
Je nach Ergebnis schließt sich eine Blutuntersuchung an — den D-Dimer-Test werten wir direkt in der Praxis aus.
Schritt 3
Eine Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße im schmerzhaften Bereich führen wir in jedem Fall durch.
Je nach Lokalisation und Ausprägung der Thrombose und der persönlichen Situation — Vorerkrankungen, Alter, Mobilität — gibt es verschiedene Ansätze: vom Kompressionsstrumpf über Blutverdünnung mit Heparinspritzen oder Tabletten bis zur stationären Versorgung, die sehr selten nötig ist. Therapiert wird nicht immer — aber meistens doch: In erster Linie gilt es, Komplikationen wie das Postthrombotische Syndrom zu vermeiden.
Die größtmögliche Komplikation — glücklicherweise auch die seltenste: Ein Gerinnsel löst sich, wandert in die Lungengefäße und kann innerhalb von Minuten zum Tode führen. Dann zählt schnellstmögliche Hilfe in einer Rettungsstelle oder auf einer Intensivstation.
Rufen Sie uns an — wir beraten Sie, ordnen Ihr persönliches Risiko ein und finden den passenden Termin.