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Fachbereich · Kardiologie

Damit Ihr Herz stark schlägt.

Die Kardiologie befasst sich mit den Erkrankungen des Herzens und seiner Blutgefäße. Kardiologische Erkrankungen sind in der Regel chronisch und können gravierende Folgen haben, wenn sie nicht erkannt und konsequent behandelt werden — Vorsorge und regelmäßige Kontrollen sind deshalb wichtig.

Termin vereinbaren: 05371-63 66 600

Termine vergeben wir telefonisch.

Station 01 · Die Diagnostik

Erkennen

Vom ersten Verdacht zum klaren Bild — ohne Eingriff, direkt in der Praxis. Vom Ruhe-EKG, das bei jedem Patienten dazugehört, bis zum Kardio-MRT.

  • 24 Stunden bis 7 Tage

    Langzeit-EKG

    Viele Herzschlagunregelmäßigkeiten treten nur von Zeit zu Zeit auf — ein Ruhe-EKG von wenigen Sekunden dokumentiert sie nicht. Ein kleines, unter der Kleidung tragbares Gerät zeichnet deshalb kontinuierlich auf; Ihr Tagesablauf bleibt dabei so normal wie möglich.

  • Tagesprofil über 24 Stunden

    Langzeit-Blutdruckmessung

    Eine Oberarm-Manschette misst in Intervallen — auch nachts, denn der Blutdruck schwankt im Tagesverlauf. Aus den Messungen entsteht ein Tagesprofil: die Grundlage, um Bluthochdruck zu erkennen und die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente zu prüfen. Bluthochdruck zählt zu den Hauptrisikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall.

  • 20 bis 30 Minuten

    Stress-Echokardiographie

    Herzultraschall unter stufenweise ansteigender Belastung auf dem Halbliegend-Ergometer. Der Vergleich der Wandbewegung in Ruhe und unter Last zeigt, ob eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels vorliegt — oder unwahrscheinlich ist.

  • Ohne Strahlenbelastung

    Kardio-MRT

    Die modernste nicht-invasive Möglichkeit der kardiologischen Diagnostik: erkennt Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen, „stumme Infarkte“ und mit Kontrastmittel auch kleinste Narben des Herzmuskels.

Station 02 · Im Herzkatheterlabor

Behandeln

Erhärtet sich der Verdacht auf eine Verengung der Herzkranzgefäße, bringt nur die Herzkatheteruntersuchung absolute Sicherheit — der „Goldstandard“ der Herzmedizin. Eingriffe führen wir an den modernen Koronarangiographie-Messplätzen im Helios Klinikum Gifhorn durch.

  • 10 Minuten

    dauert die Herzkatheteruntersuchung — meist vom rechten Handgelenk aus, ohne Schnitt.

  • 40 ml

    Kontrastmittel genügen für die gesamte Diagnostik — bei extrem wenig Strahlung.

  • 24 bis 48 Std.

    stationäre Überwachung nach einer Stentimplantation — eine gesetzliche Vorschrift zur Patientensicherheit.

  • 20 bis 60 Minuten

    Stentimplantation (PCI)

    Gefährliche Engstellen erweitern wir in gleicher Sitzung mit einem Ballon und stützen sie mit einem medikamentenbeschichteten Stent ab — in der Regel schmerzfrei. Danach schreibt der Gesetzgeber 24 bis 48 Stunden stationäre Überwachung vor. Viele Patienten, die früher eine Bypass-Operation brauchten, können heute so behandelt werden.

  • Schutz vor dem plötzlichen Herztod

    Defibrillator (ICD)

    Der ICD überwacht das Herz ständig: Gefährliches Herzrasen beendet er zunächst durch eine oft unmerkliche Überstimulation — erst wenn das nicht genügt, gibt er einen Schock ab. Kriterien sind eine hochgradige Herzschwäche mit einer Auswurfleistung unter 35 %, ein überlebter Herzstillstand oder ein hohes genetisches Risiko.

Station 03 · Kontrolle & Betreuung

Begleiten

Nach dem Eingriff beginnt die Begleitung: Implantierte Geräte wollen regelmäßig kontrolliert, Befunde im Blick behalten werden — in der Praxis, per Fernabfrage oder am Handgelenk.

  • Kontrolle alle 3 bis 6 Monate

    Ereignisrekorder (ILR)

    Kaum größer als eine halbe Kugelschreibermine, unter der Haut implantiert, zeichnet er den Herzrhythmus über Jahre auf — für Rhythmusstörungen, die selten auftreten, aber dramatisch sein können. Wir fragen alle in Europa gängigen Rekorder kontaktlos ab.

  • Fernabfrage von fast überall

    Tele-Medizin

    Nicht immer müssen Sie für die Abfrage Ihres Geräts in die Praxis: Ein einfaches Abfragegerät mit integrierter SIM-Karte sendet die Daten aus Ihrem Implantat von beinahe jedem Ort der Welt an Ihren Arzt.

  • Erste Kontrolle nach 3 Monaten

    Nachsorge nach Eingriffen

    Auch wenn Sie keine Schmerzen verspüren, sollten Sie sich nach einer Herzoperation regelmäßig untersuchen lassen: die erste Kontrolle drei Monate nach dem Eingriff, danach reichen oft halb- bis einjährige Abstände.

  • Vor, während & nach der Krebstherapie

    Onkologische Kardiologie

    Moderne Krebstherapien können das Herz-Kreislauf-System belasten. Wir erkennen mögliche Folgen frühzeitig — mit modernsten echokardiographischen Spezialuntersuchungen (Strain Imaging) und in enger Abstimmung mit Ihren Onkologen.

Geräte dieser Hersteller kontrollieren wir jederzeit:

  • Biotronik
  • Medtronic
  • Sorin / ELA Medical / Livanova
  • St. Jude Medical (Abbott)

Ihr Herz in guten Händen.

Rufen Sie uns an — wir finden gemeinsam heraus, welche Untersuchung für Sie die richtige ist.